Zu jener Zeit, die in Europa Mittelalter genannt wird, gab es im südlichen Afrika ein Königreich namens Munhumutapa. Dessen Einwohner hatten keine Schrift, unterhielten aber ein Handelsnetz, das bis nach China reichte. Und sie errichteten eine Stadt aus Stein, die damals mit bis zu 18 000 Menschen die größte weit und breit war. Ihre Ruinen sind heute als Groß-Simbabwe bekannt und eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Staates, der nach seiner Unabhängigkeit sogar den Namen der Stadt annahm: Simbabwe.
„Black History. Die vergessene Geschichte Afrikas“Dieses Buch will Menschen ihre Geschichte zurückgeben
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Symbolische Übergabe: 2022 hat Belgien den letzten sterblichen Überrest des 1961 ermordeten kongolesischen Regierungschefs Patrice Lumumba an die Demokratische Republik Kongo zurückgegeben. In einer Zeremonie in Brüssel wurde den Angehörigen (im Bild sein Sohn François Lumumba) eine Schatulle mit einem Zahn Lumumbas überreicht.
JOHANNA GERON/REUTERSAmat Levin erzählt in „Black History“ die vergessene Historie Afrikas und trägt mit seinem wuchtigen Sachbuch viel zu einem besseren Verständnis des Kontinents bei. Seine Recherche führt auch raus in die Diaspora – manchmal vielleicht etwas zu weit.
Von Paul Munzinger
