Biographie Dunkelkammer im Kopf

Das Leben der Fotografin Edith Tudor-Hart. Sie sah ihre Kamera als Instrument des Handelns und war Agentin der Sowjetunion.

Von Helmut Schödel

Ein Autor recherchiert für ein Buch. Es soll von seiner Großtante handeln, weshalb er nach Moskau gefahren ist. Denn sie war eine glühende Kommunistin und erfolgreiche Agentin für den sowjetischen Geheimdienst. Er versucht vergeblich, neue Informationen, ganz und gar Unbekanntes über sie aus den Moskauer Archiven zu fischen. Es ist kein Hinkommen.

An einem späten Nachmittag, da ist es schon dunkel, steht er auf dem Lubjanka-Platz und schaut auf das frühere Hauptquartier des KGB, bis 1991, im Jahr des Zusammenbruchs ...