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Bildergalerie:Sexy Mini Super Flower Pop

Bunt und verstörend war die Zeit, in der die 68er-Generation auf die Barrikaden ging. Die Ausstellung "Politik, Pop und Afri-Cola" zeigt, wie Plakate das Lebengefühl wiedergaben.

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Afri Cola Ausstellung Essen

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Bunt und verstörend war die Zeit, in der die 68er-Generation auf die Barrikaden ging. Die Ausstellung "Politik, Pop und Afri-Cola" zeigt, wie Plakate das Lebengefühl wiedergaben - und auch prägten.

Im gnadenlosen Wettbewerb mit Coca-Cola half die globalisierungskritische Jugend auf die Sprünge: Man griff gern zur heimischen Flasche und die deutsche Afri-Cola wurde zum neuen Kult-Geteränk. Die dazugehörigen Models gaben den Ton an: Quietsch-bunt müssen Flow und Pop sein.

Text: Tomasz Kurianowicz

Foto: Jens Nober

SDS Ausstellung Essen

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Lenin, Marx und Engels können auch anders: Der "Sozialistische Deutsche Studentenbund" griff 1968 in die Trickkiste der PR-Industrie und verwandelte die Philosophen des Sozialismus in Werbefiguren des Kapitalismus. Das Plakat imitiert einen Slogan der Deutschen Bahn.

Foto: Jens Nober

Westdeutsche Kurzfilmtage Oberhausen Essen Ausstellung

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Ein Plakat der Westdeutschen Kurzfilmtage Oberhausen: 1968 kam es zu Tumulten, als der Film "Besonders wertvoll" von Hellmuth Costard aus dem Programm geschmissen wurde. Grund für die Absage: Die Jury empfand den Helden des Films als nicht ganz so wertvoll wie der Regisseur. Es handelte sich um einen sprechenden Penis.

Foto: Jens Nober

Ausstellung Essen

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Das Plakat empfiehlt keine Reise ins ferne Indien, sondern einen Ausflug in das nicht minder exotische Essen: Dort traten 200 Künstler vor 40.000 Zuschauern auf - unter anderem auch Superman Zappa:

Foto: Jens Nober

Ausstellung Essen Zappa Frank

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Frank Zappa als Superman: 1968 war ein musikalisches Jahr. So war die Musik das leitende Genre, von der sich die rebellische Jugend am stärksten inspirieren ließ. Muskulöse Arme und selbstbewusstes Auftreten machten deutlich: Rock'n'Roll kann die Welt verändern.

Foto: Jens Nober

manifestr ferdinand kriwet

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Konsequenterweise rief der Düsseldorfer Künstler Ferdinand Kriwet in einem "Manifest" dazu auf, das Ruhrgebiet zum größten Kunstwerk der Welt zu erklären - getreu dem proletarischen Geist der Zeit.

Foto: Jens Nober

hair musical briennerstrasse

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Ein Plakat der deutschen Erstaufführung des Skandal-Musicals "Hair" macht deutlich, wie die damaligen Modevorstellungen waren: Struppige Haare und löchrige Jeans - darüber ging nichts.

Foto: Jens Nober

citroen ds ausstellung essen plakat

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Citroen DS: Eins der elegantesten Autos der Automobilgeschichte. Wer Französisch spricht, wird die Namensgebung sofort verstehen: (la) déesse - die Göttliche.

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plakat documenta essen ausstellung

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Selbstverständlich sorgte auch die 4. documenta für Skandale: Einige Künstler sabotierten zur Eröffnung die Pressekonferenz, da sie in den Ausstellungsräumen aktuelle Protestkunst vermissten.

Foto: Jens Nober

plakat ausstellung essen

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Im unteren Teil des Plakats ist ein kurzer Zusatz versteckt: "It's time - to fly to Hanoi". Damit wollte der Plakateur auf das Töten in Vietnam aufmerksam machen. Mit Erfolg - das Motiv hing an so mancher Studentenzimmerwand.

Foto: Jens Nober

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Plakatmuseums Essen

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