BildergalerieGeschichte der Kriegsfotografie

Im Krieg, wenn alles instrumentalisiert wird, bekommen Bilder eine besonders zwiespältige Macht: Sie können in die Irre führen.

Im Krieg, wenn alles instrumentalisiert wird, bekommen Bilder eine besonders zwiespältige Macht. Sie können wie "ein Blutfleck" auf dem Wohnzimmerboden der Betrachter wirken, wie die New York Times schrieb. Sie können in die Irre führen. Das Foto des nackten Mädchens Kim Phuc prägte die Anti-Vietnamkriegs-Bewegung. Abu Ghraib wurde durch Bilder zum Skandal. Mit der Welt ist auch der Krieg digital geworden. Kriegsfotografie war von Anfang an Legitimation, Subversion und Dokumentation. Der Bildjournalist steht vor einem moralischen Dilemma: Fotografieren oder helfen? Und auch der Betrachter muss sich entscheiden: Hinsehen oder wegschauen?

Das Pressefoto des Jahres 2003 des Fotografen Jean-Marc Bouju: Ein Iraker tröstet seinen vierjährigen Sohn in einem Auffanglager für Kriegsgefangene der 101. US-Luftlandedivision in der Nähe von Nadschaf, Irak.

Foto: AP

20. November 2007, 15:382007-11-20 15:38:00 ©