Bildende Kunst Seerosenpreis für Unruh und Villinger

Die Objektkünstlerin Stefanie Unruh und der Maler Dieter Villinger erhalten in diesem Jahr den "Seerosenpreis" der Stadt München, der seit 1962 auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Hans-Jochen Vogel und des Malers Hermann Geiseler verliehen wird. Unruh, die an der Kunstakademie in München und an der School of Visual Arts in New York studiert hat, beschäftigt sich mit unterschiedlichen Techniken in den Bereichen Video, Installation und Fotografie. Ausgangspunkt für ihre Arbeiten ist fast immer die Zeichnung. Ihre Projekte, die sie manchmal über Jahre hinweg verfolgt, basieren auf ausführlichen Recherchen vor Ort, im Internet und in den Printmedien. Häufig verfremdet sie dabei die alltägliche Wirklichkeit und schafft daraus surreale Situationen.

Als Meisterschüler von Günter Fruhtrunk setzt sich der 1947 in Bad Bergzabern geborene Maler Dieter Villinger mit den Möglichkeiten der unmittelbaren Wirkung von Farbe auseinander. Durch den monochromen Farbauftrag versetzt er den Betrachter seiner Gemälde in eine unmittelbare Konfrontation mit der Farbe, die bei Villinger zum ausschließlichen Arbeitsfeld wird. Verliehen werden die Kunstpreise am 13. August im Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten. Dort werden dann bis 30. August auch aktuelle Arbeiten der beiden in München lebenden Künstler zu sehen sein.