Bildband "Confrontier" – Panmunjeom, demilitarisierte Zone, Korea 2009

Dass der Bau einer Mauer langfristig nicht zu der Lösung eines Problems beitragen kann, beweist auch die Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Bei einem Besuch in der Demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen den beiden Staaten nannte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton das Grenzgebiet den "furchteinflößendsten Ort auf der Welt." Seit 1953 stehen sich hier Soldaten beider Seiten am 38. Breitengrad gegenüber, getrennt durch einen Minengürtel, Selbstschussanlagen und Befestigungen. Der ursprüngliche Konflikt werde durch den Mauerbau nicht gelöst, erklärt Weidenhöfer, sondern zementiert und letzten Endes sogar verschärft. Wie die andauernden Provokationen aus Nordkorea zeigen.

Bild: Steidl Verlag 12. September 2013, 11:232013-09-12 11:23:28 © Süddeutsche.de/jspe/cag/leja