Bildband "Confrontier" – Belfast, Kirk Crescent, Nordirland 2006

Auch in Europa gehören solche Grenzen zum Alltag: Seit dem Ausbruch des Nordirlandkonflikts in den sechziger Jahren sind protestantische und katholische Stadtviertel in Belfast durch sogenannte Peace Lines voneinander getrennt. Offiziell herrscht zwar seit 1997 Frieden, doch die Troubles schwelen noch immer. Erst im Juli kam es zu heftigen Straßenschlachten, als Protestanten den Sieg Williams III. über den katholischen James II. im Jahr 1690 in der Schlacht am Boyne feierten. Bei Umfragen geben die Bewohner von Belfast deshalb regelmäßig an, dass die Mauern ihnen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Bild: Steidl Verlag 12. September 2013, 11:232013-09-12 11:23:28 © Süddeutsche.de/jspe/cag/leja