Bildband "Confrontier"Die Berliner Mauer ist überall

Die Parole "Die Mauer muss weg!" ist dem Kontext der deutschen Wiedervereinigung entwachsen, längst gilt sie auf der ganzen Welt. Denn seit Ende des Kalten Krieges sind weltweit mehr Grenzen zementiert als eingerissen worden - in den USA, in Palästina oder im Irak. Der Fotograf Kai Wiedenhöfer hat die Wiederauferstehung der Mauer dokumentiert.

Bildband "Confrontier" – Jerusalem, Sportplatz der Al-Quds-Universität, Palästina 2005

Die Parole "Die Mauer muss weg!" ist dem Kontext der deutschen Wiedervereinigung entwachsen, längst gilt sie auf der ganzen Welt. Denn seit Ende des Kalten Krieges sind weltweit mehr Grenzen zementiert als eingerissen worden - in den USA, in Palästina oder im Irak. Der Fotograf Kai Wiedenhöfer hat die Wiederauferstehung der Mauer dokumentiert.

"Über einer neun Meter hohen Mauer kann man sich nicht die Hände reichen." Dieser Satz stammt ausnahmsweise nicht von einem Schriftsteller, Philosophen oder Politiker. Er kommt von einem Rentner aus den besetzten Palästinensergebieten, von einem Menschen also, der seinen Alltag im Schatten einer Mauer verbringt. Seit 2003 verschanzt sich der israelische Staat hinter einem gewaltigen Bollwerk aus Beton. Doch die Grenze zwischen Israel und Palästina ist weltweit nicht die einzige, an der in den vergangenen Jahrzehnten wieder Mauern errichtet wurden, wie Kai Wiedenhöfer, der in Berlin als freier Dokumentarfotograf arbeitet, in seinem neuen Bildband "Confrontier" zeigt.

Bild: Steidl Verlag 12. September 2013, 11:232013-09-12 11:23:28 © Süddeutsche.de/jspe/cag/leja