Kunst:Die Epoche der Freude ist vorbei

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Letztes Jahr musste sie wegen Corona verschoben werden, dieses Jahr wird die Biennale in Venedig vom Krieg in der Ukraine überschattet. Beide Krisen dürften die Weltkunstausstellung prägen, die am Samstag beginnt. Der russische Pavillon bleibt nach Rückzug des künstlerischen Teams leer. (Foto: La Biennale di Venezia)

Was bleibt von der Idee der Weltkunstschau in diesem kriegerischen Frühjahr übrig? Einige Überlegungen anlässlich der beginnenden Biennale in Venedig.

Von Catrin Lorch

Es ist Frühling, das öffentliche Leben beginnt, die Museen sind vielerorts voll. Deutsche Häuser verzeichnen täglich einen Besucherandrang wie sonst nur an Schlechtwettersamstagen im Herbst. Das Kunstpublikum hat offensichtlich nicht, wie befürchtet, den Besuch von Ausstellungen über die Jahre der Pandemie verlernt. Und die Saison hätte groß werden können: Es ist Kunstjahr. Weil die Biennale in Venedig, die wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben wurde und diese Woche startet, nur das erste ist von vielen Großereignissen. Im Juni wird die Documenta Fifteen folgen, die nur alle fünf Jahre stattfindende Weltkunstschau, nach der Berlin Biennale und vor der Manifesta, die als europäische Wanderausstellung in diesem Jahr in Pristina gastiert.

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