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Biennale in Sinop:Unter den vier Vulkanen

Postkarten–Grüße aus der glücklichsten Stadt der Türkei: Roland Stratmanns „Everything clearly“ (2017) ist ein Bekenntnis zur Peripherie.

(Foto: Ingo Arend)

Bäcker und Köhler helfen gerne mit, bei der zeitgenössischen Kunst: Die Biennale im Küstenort Sinop zeugt vom Beharrungsvermögen der türkischen Zivilgesellschaft. Im vergangenen Jahr wegen des Putschs abgesagt, feiert sie ihr Jubiläum in diesem Sommer.

Von Ingo Arend

"It's worth taking a vacation here. You can see everything clearly." Auf den ersten Blick sieht das aus wie eine klassische Urlaubsbotschaft. Und doch spürt man da einen Unterton in dem Satz, der in blauen Buchstaben auf dem Kunstwerk an der rissigen Wand einer alten Eisfabrik prangt. Der Berliner Künstler Roland Stratmann hat Einwohner der kleinen Küstenstadt Sinop am Schwarzen Meer gebeten, ihm Postkarten ihrer Heimat zu senden und ihm etwas über ihr Leben und ihre Träume zu erzählen. 120 Kartengrüße hat er zu einer Bild-Installation zusammengefügt.

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