Biennale in Venedig:"Mehr als ein Schnappschuss"

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In Mailand geboren, aber in New York zu Hause: Cecilia Alemani ist die erste Italienerin, die die Kunstbiennale in Venedig kuratiert hat. (Foto: Alamy Stock Photos / MvS/mauritius images)

Die künstlerische Leiterin der Biennale di Venezia, Cecilia Alemani, über ihre Weltkunstschau zwischen Corona und Krieg.

Interview von Catrin Lorch

In Venedig kommt man ständig zu spät. Weil das Vaporetto nicht fährt, oder wenn Hochwasser ist. Cecilia Alemani verspätet sich zum Videotelefonat, weil das vorherige Interview länger dauerte, sagt sie fröhlich. Demnächst ist Vernissage ihrer Ausstellung "The Milk of Dreams", der zentralen Schau der Biennale von Venedig. Die Kunsthistorikerin Alemani, 1977 in Mailand geboren, hat als erste Italienerin die Leitung der Weltkunstschau übernommen. Zuvor war sie als künstlerische Leiterin des New Yorker Parks High Line aufgefallen, der auf einer ausrangierten Bahntrasse im Süden von Manhattan angelegt wurde. Mit "Il Mondo Magic" hatte sie 2017 in Venedig ihre Visitenkarte abgegeben - die Ausstellung im italienischen Pavillon fand viel positive Beachtung. Dennoch blieb Alemani mit ihrer Familie in den USA (sie ist mit dem Kurator Massimiliano Gioni verheiratet und hat einen Sohn), wo sie nach einem Studium der Philosophie in Mailand ihre Ausbildung zur Kuratorin am Bard College abgeschlossen hat.

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