Manuel Bittorf, alias „Betterov“, blinzelt müde in die Münchner Sonne. In kräftig-blauer Jeans, weißem Shirt und olivgrünem Baracuta-Blouson wirkt er wie frisch aus einem Brit-Pop-Ei gepellt. Hat aber schlecht geschlafen im Nightliner. Und trotzdem scheint seine Abneigung gegen das Gefährt nach drei Tagen auf Tour noch nicht so groß, dass er das Weite suchen würde. Statt an der Isar mit ihren Aperol-Spritz-seligen Münchnern entlangzuspazieren, entscheidet er sich dazu, das Gespräch in der dunklen Höhle des Busses zu führen, auf schwarzen, ergonomischen Kunstledersitzen. „Hier gucken wir immer Traumschiff“, sagt der junge Musiker lächelnd und setzt sich.
Pop„Wagner, Mahler und Bernstein hießen bei uns Fleischereien“
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Der Musiker Betterov, neuer Liebling der deutschen Indierock-Szene, hat ein Album über die Flucht seines Vaters aus der DDR gemacht. Ein Gespräch im Tourbus über Einsamkeit, Freiheitswillen und unverheilte Wunden.
Von Leon Frei
