KulturpolitikWenn die Kunst der Spiegel unserer Zeit ist, was sehen wir dann?

Lesezeit: 8 Min.

Meron Mendel ist Professor für Soziale Arbeit und Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Am 3. September erscheint von ihm und Saba-Nur Cheema: „Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen“ (Kiepenheuer & Witsch).
Meron Mendel ist Professor für Soziale Arbeit und Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Am 3. September erscheint von ihm und Saba-Nur Cheema: „Die Empörungsfalle. Wie wir wieder streiten lernen“ (Kiepenheuer & Witsch).
picture alliance / dts-Agentur

Die Geschichte der Berliner Festspiele zeigt, dass Kultur immer politisch sein kann, sein muss. Doch wir müssen uns gegen ihre Instrumentalisierung wehren – sonst ist es mit der Freiheit schnell vorbei.

Gastbeitrag von Meron Mendel

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Die Bedeutung einer Kulturinstitution misst sich nicht an der Zahl berühmter Namen, sondern an den Augenblicken, in denen sie einen Unterschied für Menschen macht. Wenn ich auf 75 Jahre Berliner Festspiele zurückblicke, sehe ich große Dirigenten, Regisseure und Schauspieler, aufwendige Ausstellungen, gefeierte Höhepunkte. Vom großen japanischen Feuerwerk und römischen Wagenrennen im Olympiastadion bis Leonard Bernsteins berühmte „Ode an die Freiheit“ nach dem Mauerfall.

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