Berlinale 2013 – Shirin Neshat

Auch Jury-Mitglied Shirin Neshat begann ihre Karriere nicht beim Film: Die Iranerin verließ zur Zeit der islamistischen Revolution 1979 ihre Heimat und studierte in den USA Kunst.

Seither hat sie sich unter anderem als Fotografin mit dem Schicksal muslimischer Frauen befasst, etwa in der Fotoserie "Women of Allah". Über die Videokunst kam sie im Laufe der Zeit zum Film. 2009 wurde ihr Spielfilmdebüt, die Romanverfilmung "Women Without Men" im Wettbewerb des Festivals von Venedig gezeigt, Neshat erhielt dafür den Silbernen Löwen für die Beste Regie.

"Es reicht schon, Iraner zu sein, um ein politischer Mensch zu sein", so Neshat einmal in einem Interview. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie in New York.

Im Bild: Shirin Neshat 2010 bei einer Filmvorführung in New York

Bild: AFP 28. Januar 2013, 14:252013-01-28 14:25:58 © Süddeutsche.de/dpa/ihe/vks