Proteste in Belarus"Wir begreifen erst jetzt, wie grausam der Staat ist"

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Demonstranten am Wochenende vom 16. August in Minsk. Sie fordern den Rücktritt von Präsident Lukaschenko.
Demonstranten am Wochenende vom 16. August in Minsk. Sie fordern den Rücktritt von Präsident Lukaschenko. Bloomberg

Der Schriftsteller Viktor Martinowitsch über die Proteste in seiner Heimat Belarus, die Rolle Putins und einen Präsidenten, der das Coronavirus als Psychose bezeichnet und sich nur noch mit Helikopter fortbewegt.

Interview von Sonja Zekri

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Es sind Herzschlagtage, wie immer in Zeiten des Aufruhrs. Belarus, jahrzehntelang ein Symbol für gemächliche Unfreiheit, hat sich erhoben. Auf den Straßen dabei und seit Tagen fast ohne Schlaf: der belarussische Schriftsteller Viktor Martinowitsch, Jahrgang 1977. Er hat eine besondere Gabe. Sein Buch "Nacht" beschrieb eine stillgestellte Gesellschaft - lange vor dem Corona-Lockdown. Als nächstes erscheint auf Deutsch im Verlag Voland und Quist sein neues Werk: "Revolution".

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Der langjährige Machthaber Alexander Lukaschenko regiert mit Strukturen aus der sowjetischen Vergangenheit. Doch die Wut, die seit der umstrittenen Abstimmung überall im Land zu sehen ist, wird er nicht mehr loswerden.

SZ PlusVon Silke Bigalke

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