Maria Kolesnikowa„Putins Einfluss in Belarus wird immer größer“

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„Ich habe jeden Abend getanzt“: Maria Kolesnikowa hat fünf Jahre in einem belarussischen Gefängnis überstanden.
„Ich habe jeden Abend getanzt“: Maria Kolesnikowa hat fünf Jahre in einem belarussischen Gefängnis überstanden. Imago/Volha Shukaila / Sopa Images

Wie verliert man in Gefangenschaft nicht die Hoffnung? Die belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa über Orwell als Haftlektüre und die europäische Gleichgültigkeit, die ihrem Heimatland entgegenschlägt.

Von Sonja Zekri

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Fünf Jahre lang war die belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa in Haft. Im Dezember kam sie mit mehr als 100 anderen Gefangenen frei. Aber eigentlich, so hat sie es bei der Eröffnung des Literaturfestivals in München gesagt und auch im anschließenden Interview, war sie nie wirklich eingesperrt. Kolesnikowa hat in Stuttgart Musik studiert und führt das Gespräch auf Deutsch. Sie wirkt ungebrochen, bestens gelaunt, fast strahlend. Ein Gespräch über Zufallsfunde in Gefängnisbibliotheken und infantile Europäer.

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