ErinnerungskulturMerz, Friedman und die Suche nach unserem „inneren Wagner“

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Katharina Wagner (li.) und Michel Friedman (re.) hören einem Gebet an der Ausstellung „Verstummte Stimmen“ in Bayreuth zu.
Katharina Wagner (li.) und Michel Friedman (re.) hören einem Gebet an der Ausstellung „Verstummte Stimmen“ in Bayreuth zu. Daniel Löb/dpa

Deutsche Größe, deutscher Abgrund: Das Wagner-Gleichnis, das der Kanzler zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele bemüht, klingt erst mal spannend. Aber bringt es uns wirklich weiter?

Von Claudius Seidl

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Richard Wagner hat ein paar falsche, böse, furchtbare Texte geschrieben, und der schrecklichste ist wahrscheinlich das Pamphlet „Das Judenthum in der Musik“, das man zu den Gründungsdokumenten des modernen Antisemitismus zählen muss, auch wenn es diesen Begriff damals, 1869, als die gültige und besonders scharfe Fassung erschien, noch nicht gab. Antisemitismus, das war, etwas später, die Wortschöpfung der Antisemiten, die ihrem Judenhass damit einen quasi objektiven Anschein geben wollten.

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150 Jahre Bayreuther Festspiele
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Die Aufarbeitung hat begonnen, aber viele tun sich im Umgang mit dem vergifteten Erbe Wagners noch immer schwer – etwa Dirigent Christian Thielemann.

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