Bayreuther FestspieleBayreuth für Dummies

Auf dem Grünen Hügel beginnen die Richard-Wagner-Festspiele. Warum wollen da alle hin? Bekommt man jetzt noch Karten? Und wieso ist so oft von Skandalen die Rede? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Von SZ-Autoren

Warum wollen da alle hin?

Natürlich wollen da gar nicht alle hin. Aber viele. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis etwa. Oder die Bundeskanzlerin (das Bild zeigt sie bei den Festspielen 2017). Außerdem Jens Spahn, Dorothee Bär, Markus Söder, Edmund Stoiber, Monika Grütters, Harald Krassnitzer und Christian Neureuther. Und gut möglich, dass auch Thomas Gottschalk wieder nach Bayreuth kommt. Und wenn Gottschalk, Meister der Massenunterhaltung, irgendwo hingeht, dann kann das so langweilig nicht sein. Dabei handelt es sich bei den Festspielen, das muss man auch mal sagen, um Inszenierungen stundenlanger Wagner-Opern, welche die Zuschauer auf sehr, sehr unbequemen Holzstühlchen in einem unklimatisierten Raum rezipieren, um nicht selten am Ende "Buh!" zu rufen. Aber, und auch das muss man sagen, die Tickets sind auch dieses Jahr beinahe schon wieder ausverkauft. Das liegt zum einen an dem richtig guten Marketing, das die Wagners betreiben. Zum anderen am Mythos. Wer Wagner liebt, spürt im Bayreuther Festspielhaus noch immer den Atem des Meisters und erschnüffelt im alten Holz den Duft des Genies. Von Christiane Lutz

Bild: Tobias Hase/dpa 25. Juli 2018, 10:262018-07-25 10:26:51 © SZ.de/cag