Die ersten musikalischen Wagner-Töne erklingen am Wochenende nach dem üblichen Defilee der vergnügten Halb- und Vollprominenz in Bayreuth, wenn die Jubiläumsausgabe zum 150-jährigen Bestehen der Festspiele eröffnet wird. Ein altbekannter Vierklang, der das Werk des Komponisten mit Unterbrechungen seit Jahrzehnten begleitet, ertönt derweil seit Wochen: Verdrängen, Verhindern, Verniedlichen, Verklären.
150 Jahre Bayreuther FestspieleMan kann Dinge ändern – sogar sich selbst
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Sein Erbe prägt Bayreuth bis heute – Richard Wagner als Statue vor der Touristen-Information.
Daniel Vogl/picture alliance/dpaDie Aufarbeitung hat begonnen, aber viele tun sich im Umgang mit dem vergifteten Erbe Wagners noch immer schwer – etwa Dirigent Christian Thielemann.
Essay von Moritz Baumstieger
