Bayreuther FestspieleAufruhr im Karnevalsverein

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Gut sieht es zumindest aus: das Volksfest auf der Festwiese.
Gut sieht es zumindest aus: das Volksfest auf der Festwiese. (Foto: Enrico Nawrath)

Die Bayreuther Festspiele eröffnen mit „ Die Meistersinger von Nürnberg“ – betörende Stimmen, beschwingte Choreografien, Luftballonkühe. Nur leider: alles schrecklich harmlos.

Von Egbert Tholl

Und dann kommt dieser lange Moment des größten musikalischen Glücks. Es ist am Ende des ersten Bilds des dritten Aufzugs, man hat schon gut dreieinhalb Stunden Wagner-Musik hinter sich. Deshalb ist man auch porös genug für das, was sich nun ereignet. Also, wir sind in Sachs’ Werkstatt, die hier für viel mehr taugt als nur Schuhe zu reparieren, im zweiten Aufzug kaputtgegangenes Mobiliar kann der Meister hier auch wiederherstellen. Die Werkstatt ist ein weites Rund, das für sich allein auf der großen Bühne steht, liebevoll ausgestattet mit allerlei naturalistisch zusammengesammeltem Inventar. Hierin der Sachs, der überall Wahn wittert, weil die kleine Welt im mittelalterlichen Nürnberg aus den Fugen zu geraten scheint. Dass es hier nicht sehr mittelalterlich zugeht, dazu gleich, erst noch mal zu einem der musikalischen Höhepunkte dieser Premiere der „Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen.

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