Oper:Katharina Wagner, ein Glücksfall für Bayreuth

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Selbstbewusst, sensibel und mit leicht fränkischem Zungenschlag: Katharina Wagner. (Foto: Nicolas Armer/picture alliance/dpa)

Die Festspielchefin, deren Vertrag gerade verlängert wurde, liebt das Risiko und das Neue - ganz der Urgroßvater.

Von Reinhard J. Brembeck

Die Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele sind zu einem Drittel weiblich, zumindest was die Festspielleitungen betrifft. Wenn im Jahr 2026 der 150. Festivalgeburtstag ansteht, dann haben bis dahin vier Frauen 56 Jahre lang als Chefinnen fungiert, allesamt hießen und heißen sie wie ihre männlichen Kollegen Wagner mit Nachnamen: Cosima, Winifred, Eva und Katharina. Das alles ist zwar noch weit entfernt von Gleichberechtigung, aber für solch ein Traditionshaus überdurchschnittlich. Im Jubeljahr 2026 also wird Katharina Wagner, ihr Vertrag wurde gerade bis 2030 verlängert, die bayreuthüblichen zehn Stücke ihres Urgroßvaters ausnahmsweise alle aufs Programm setzen, plus das Frühchen "Rienzi", das wie "Liebesverbot" und "Die Feen" noch nie im Festspielhaus gezeigt wurden. Dazu gibt es die Neunte von Ludwig van Beethoven, die die Initialzündung gab zu Richard Wagners eigenwilliger Opernästhetik.

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