Offener Brief gegen Abriss:"Wir Architekten müssen uns mit gebrauchtem Material anfreunden"

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Offener Brief gegen Abriss: In Spanien wurde eine teilweise zerstörte Kirche so wieder aufgebaut, dass daraus nun ein Gemeindezentrum entstanden ist.

In Spanien wurde eine teilweise zerstörte Kirche so wieder aufgebaut, dass daraus nun ein Gemeindezentrum entstanden ist.

(Foto: Adrià Goula)

Häuser abreißen ist für die Umwelt immer eine schlechte Idee. Warum tut sich die Bauwelt mit den Alternativen so schwer? Eine Spurensuche.

Von Laura Weißmüller

Es hätte keinen besseren Ort für diese Ausstellung geben können: Weil das Deutsche Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt zur Zeit saniert wird, findet "Nichts Neues" im Interimsquartier vom DAM statt, und das hat seine Räume im burgartigen Gewerbebau auf dem ehemaligen Telekom-Areal. Das Gebäude aus den Fünfzigern mit seinen 30 000 Quadratmetern Geschossfläche wurde einst von Neckermann gebaut, später von der Telekom genutzt. Seit 2013 stand der Gebäuderiese beim Ostbahnhof und in Sichtweite zur neuen EZB-Bank überwiegend leer. Ende 2019 durften zumindest Zwischennutzer einziehen, von der Floristin bis zur Mikrobrauerei und einem Fußballverein ist alles dabei. So unterschiedlich die neuen Mieter sind, eint sie doch alle die Begeisterung für den Ort: Weil er so flexibel ist, so viel zulässt und aushält, aber auch die Mieten trotz der guten Lage bezahlbar sind. Eine Ausnahme, nicht nur in Frankfurt.

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