Interview mit Barbara Kruger:" Joe Biden kann kaum einen Satz rausbringen"

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Wörter, die viele Schritte lang sind: Barbara Krugers Installation "Bitte lachen/Please cry" in der Neuen Nationalgalerie in Berlin. (Foto: Timo Ohler/The Artist and Sprüth Magers / Mies van der Rohe, VG Bild-Kunst, Bonn 2022)

Barbara Krugers Plakate und Wort-Installationen sind weltberühmt, gerade sind sie auch in Berlin zu sehen. Ein Gespräch über die Kraft guter Slogans.

Interview von Catrin Lorch

Die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger ist berühmt für ihre Plakate und Installationen, die weltweit gefragt sind. Eine Retrospektive ihrer Arbeit tourt in den USA gerade durch Museen wie das Los Angeles County Museum of Art und das New Yorker Museum of Modern Art. Auf der Biennale in Venedig hat sie in den mittelalterlichen Werften eine der gewaltigen Hallen von unten bis oben tapeziert. Eine Woche, nachdem sie an der Lagune gefeiert wurde, eröffnete in der Berliner Nationalgalerie ein neues Werk, das den Mies-van-der-Rohe-Bau noch einmal weiter und heller erscheinen lässt. "Bitte lachen/Please cry" nimmt den gesamten Boden ein von den Fenstern, die dort die Mauern ersetzen, bis zu den Treppenstufen. Buchstaben und einfache Icons in klarem Schwarz, Rot und Weiß erstrecken sich unter den Füßen der Besucher, die auf den metergroßen Lettern wirken wie Figuren auf einem Spielbrett. Schritt für Schritt setzen sie sich zu Zitaten und prägnanten Ansagen zusammen. Zum Gespräch ist die Künstlerin per Zoom aus Los Angeles zugeschaltet.

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