Weil sich nicht vernünftig über Banksy reden lässt, ohne über den Kapitalismus zu reden, kommt hier einleitend die Anekdote von Diego Rivera und den Rockefellers. Im Jahr 1933 baten die Erdölmagnaten den damals bereits berühmten mexikanischen Künstler um ein Wandgemälde an ihrem Protz-Center in Manhattan. Angemessen pathetisches Thema: „Der Mensch am Scheideweg, hoffnungsvoll in eine bessere Zukunft blickend“.
KunstIst es wirklich von öffentlichem Interesse, wer Banksy ist?
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Durchaus: Das Interessanteste an dem Künstler ist schließlich seit Jahrzehnten nicht sein plakatives Werk, sondern das Risiko, das er dafür eingeht. Und das ist eng mit seiner Identität verknüpft.
Von Jakob Biazza
