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Bad Reichenhaller Philharmoniker:Bademusik auf Weltniveau

Heute hält die Musiker des Kurorchesters (hier nur eine kleine Gruppe) auch der Wechsel zwischen drei Spielstätten in Bewegung.

(Foto: Martin Koeppl)

Die Bad Reichenhaller Philharmoniker, 1868 von dem Dirigenten Josef Gung'l gegründet, sind 150 Jahre später eine Einmaligkeit unter den Kurorchestern

Von Sabine Reithmaier

Richard Wagner fand Bad Reichenhall "noch ziemlich primitiv". 1861 hatte der Komponist zwei Tage in dem aufstrebenden Kurort verbracht. Vermutlich missfiel ihm nicht nur die pure ländliche Idylle, sondern auch die "Bademusik", eine nur aus einigen Bläsern bestehende Kapelle, die die Gäste der Sole- und Molke-Kuranstalt Achselmannstein im Garten unterhielt, wenn sie ihre tägliche Ziegenmilch tranken. Wagner kam kein zweites Mal, verpasste daher die schlagartige Verbesserung des musikalischen Niveaus wenige Jahre später. Dem "Badcomitee" gelang es nämlich, den "Walzerkönig" Josef Gung'l für die Leitung der Kurmusik zu gewinnen. Der Vertrag zwischen dem Kapellmeister und dem königlichen Badkommissariat wurde am 6. Februar 1868 unterzeichnet. Mit dieser Unterschrift beginnt die Geschichte der Bad Reichenhaller Philharmoniker, die heuer ihr 150-jähriges Bestehen feiern.

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