Bachfest LeipzigWie queer ist die Johannespassion?

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Die Thomaner sangen zur Eröffnung des Bachfests Leipzig die h-Moll-Messe noch auf eher traditionelle Weise.
Die Thomaner sangen zur Eröffnung des Bachfests Leipzig die h-Moll-Messe noch auf eher traditionelle Weise. Bachfest Leipzig/Jens Schlüter

Arabische Töne im deutschen Barock, gendergerechtes Holpern im Rezitativ: Das Bachfest Leipzig sucht die politische Gegenwart.

Von Helmut Mauró

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Klingt die Johannespassion von Johann Sebastian Bach anders, wenn sie von einem schwulen Chor gesungen wird? Sind Bachs Passionen geeignet, unter Zuhilfenahme arabischer Instrumente und Sängerinnen die Konflikte im Nahen Osten darzustellen? Diese und ähnliche Fragen, die erst einmal nicht auf der Hand zu liegen scheinen, werden beim diesjährigen Bachfest in Leipzig ausführlich und leidenschaftlich beantwortet. Unter dem Motto „Transformation“ führt der musikalische Weg von Bachs vermeintlich autonomer Musik in eine politische Gegenwart, die sich in desaströsen Denkmustern und aufgeheizten Stimmungen zu verlieren scheint. Dafür kann Bach nichts, aber ein bisschen was dagegen kann er offenbar.

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