Süddeutsche Zeitung

Hollywoods "Babylon"-Spektakel:Superflop für Brad Pitt und Margot Robbie

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Damien Chazelles "Babylon" sollte das spektakuläre Oscar-Epos der Jahreswende werden - aber das US-Publikum hasst den Film.

Von Tobias Kniebe

Brad Pitt als großer Stummfilm-Herzensbrecher, Margot Robbie als wildes, aufstrebendes Starlet, Sexorgien mit Nackten, Toten und Zirkuselefanten, Filmset-Katastrophen und eine Ode ans Hollywood der Zwanzigerjahre - Damien Chazelles "Babylon" sollte das spektakuläre Oscar-Epos der Jahreswende werden. Der deutsche Untertitel verspricht nicht weniger als den "Rausch der Ekstase".

Das Studio Paramount glaubte an den 80-Millionen-Dollar-Film mit Überlänge (mehr als drei Stunden Laufzeit) und brachte ihn über die Weihnachtsfeiertage auf mehr als 3300 Leinwände in den USA. Das Publikum allerdings wollte nichts davon wissen - mit einem Einspielergebnis zum Start von nur 4,85 Millionen US-Dollar ist "Babylon" einer der größten Hollywood-Flops seit Langem.

Zwar fegte ein extremer Schneesturm über große Teile des Landes, was potenzielle Kinogänger davon abhielt, das Haus zu verlassen - ein derart katastrophaler Start kann aber nur tiefere Ursachen haben. Die Kritiken waren schlecht, nur 55 Prozent Durchschnittswert bei rottentomatoes.com, und die Zuschauer bewerteten den Film noch negativer, etwa mit einem C- bei der Cinema-Score-Befragung nach dem Kinobesuch.

Um in die Gewinnzone zu kommen, müsste der Film 250 Millionen Dollar weltweit einspielen, das scheint nun aussichtslos. Da helfen wohl auch die fünf Golden-Globe-Nominierungen nicht mehr, die der Film schon hat, darunter als "Best Film Musical or Comedy", und Damien Chazelles Status als Oscargewinner für die Regie von "La La Land". Ob den Film in Deutschland ein besseres Schicksal erwartet, wird sich beim Start am 19. Januar zeigen.

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