TheaterBiertrinken ist auch keine Lösung

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Eva (Anna Drexler) stolpert in die kleine Gaststätte und bringt alles und alle durcheinander.
Eva (Anna Drexler) stolpert in die kleine Gaststätte und bringt alles und alle durcheinander. Birgit Hupfeld

Am Münchner Residenztheater inszeniert Elsa-Sophie Jach  das Stück „Automatenbüffet“ der fast vergessenen Dramatikerin Anna Gmeyner. Ein melancholischer Abgesang auf Geselligkeit in Zeiten des Faschismus.

Von Christiane Lutz

Bevor jetzt irgendwer denkt, in diesem Stück gehe es um künstliche Intelligenz oder die zunehmende Technisierung der Welt, weil der Titel „Automatenbüffet“ das doch nahelegt, eine kurze Entwarnung: Das tut es nicht. Ein „Automatenbüffet“ war eine Gaststätte, in der gegen Geld kleine Snacks aus Automaten gezogen werden konnten – in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts der letzte Schrei. Die österreichische, beinahe in Vergessenheit geratene Dramatikerin Anna Gmeyner schrieb die Tragikomödie 1932, in unruhigen Zeiten also, als man glaubte, der Wandel durch derartige und andere Technik sei nötig, der Wandel durch Faschismus noch nötiger. Gmeyner, Jüdin, ging kurz darauf ins Exil, ihre Werke wurden in Deutschland verboten.

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