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Auszeichnungen:Goldener Dackel

Beim Filmfest München gibt es keinen Hauptpreis wie in Cannes oder Berlin. Beim Publikumspreis von SZ und Bayern 2 können die Besucher entscheiden, welches Werk geehrt wird. Hoch dotierte Wettbewerbspreise gibt es auch.

Von Bernhard Blöchl

Das Filmfest ist im Wandel, aber bei der nun beginnenden 36. Ausgabe bleibt alles beim Alten. Was die Auszeichnungen betrifft, so bedeutet das: Einen Hauptpreis gibt es nicht, denn im Unterschied zu Berlin, Cannes oder Venedig ist München kein A-Festival. Bei der Programmpressekonferenz kam ebendieses Thema auf, launig wurde darüber diskutiert, wie denn so ein Hauptpreis für München heißen müsste, also quasi das Pendant zu all den Bären, Palmen und Löwen? Das Ergebnis dieses nicht ganz ernst gemeinten Brainstormings war: der goldene Dackel. Nun, vielleicht ist es ganz gut so, dass vorerst kein Hauptpreis vergeben wird.

Und da das Filmfest München ein Publikumsfestival ist, ist es konsequent, dass die Besucher mitentscheiden können, welche Komödien, Dramen, Thriller oder genrefreie Werke preiswürdig sind. Beim Publikumspreis, der von der Süddeutschen Zeitung und Bayern 2 verliehen wird, kann jeder Zuschauer pro Ticket eine Stimme für den gesehenen Film abgeben. Die Wertung, ein Stern bis fünf Sterne, wird zusammen mit der auf der Eintrittskarte notierten Ticketnummer online abgegeben: bis 7. Juli, 9 Uhr, unter www.filmfest-muenchen.de/publikumspreis. Der Gewinnertitel wird am letzten Festivaltag bekannt gegeben und um 22.30 Uhr in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) noch einmal gezeigt (Eintritt frei). Alle Teilnehmer haben die Chance auf den Gewinn: eine Flugreise für zwei Personen zu den Filmfestspielen in Venedig. Überreicht wird der Publikumspreis bei der Award-Ceremony am Samstag, 7. Juli, 18 Uhr, im Carl-Orff-Saal. Neu ist der von SZ Familie präsentierte Publikumspreis des Kinderfilmfests. Auch hier entscheiden die Kinobesucher während des Festivals (Stimmabgabe nach den Vorstellungen, Boxen stehen bereit). Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird ebenfalls am 7. Juli, um 16.45 Uhr bei einem Kinderfest vor dem Carl-Amery-Saal bekannt gegeben (Eintritt frei, im Anschluss wird der Preisträgerfilm gezeigt).

Um das große Geld und ganz viel Ehre geht es indes bei den Jury-Auszeichnungen Arri-Osram-Award (50 000 Euro), Cinevision-Award (15 000 Euro), Förderpreis Neues Deutsches Kino (70 000 Euro) und Bernd-Burgemeister-Fernsehpreis (25 000 Euro). Denn auch wenn es keinen Hauptpreis gibt, wichtige Ehrungen sollen es schon sein.

© SZ vom 28.06.2018

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