Auszeichnung Österreichischer Jugendbuchpreis

Zum zweiten Mal wurde der Leipziger Autor Albert Wendt mit dem Österreichischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Dieses Mal für sein Kinderbuch "Henrikes Dachgarten".

Von Roswitha Budeus-Budde

Sie sind schon mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, die Kinder in den Büchern des Leipziger Autors Albert Wendt. In diesem Jahr erhält er, nach jenem für "Bettis Kettenhemd" 2009, zum zweiten Mal den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis, für "Henrikes Dachgarten". Hier legt seine Heldin mitten in der Großstadt den besagten Dachgarten auf einem Mietshaus an. Da sie freundlich und klug ist, kann sie die Hausbewohner und eine Reihe von Tieren dafür gewinnen. Doch Paradiese sind in der heutigen Zeit gefährdet, Frau Hux aus dem zweiten Stock will alle vertreiben. Aber auch eine moderne Hexe kann besiegt werden, wenn fantastische Freunde helfen. Ein Kunstmärchen mit politischem Treibstoff, dessen witzig-weise literarische Sprache noch durch die Illustrationen von Linda Wolfsgruber verstärkt wird.

Albert Wendt, er wurde 1948 geboren, lebt seit seiner Kindheit auf einem Dorf in der Nähe von Leipzig. Er arbeitete als Jugendlicher in den unterschiedlichsten Berufen, so auch als Ringer, Traktorist und Bühnenarbeiter, bis er 1969 eine Ausbildung an der Universität Leipzig, am Literaturinstitut "Johannes R. Becher" und an der Filmhochschule Babelsberg begann. Seit 1975 verfasst er Theaterstücke, Lyrik, Essays und Aphorismen für Kinder und Erwachsene. Der Preis, dotiert mit 6000 Euro, wird am 14. Mai in Eisenstadt verliehen.