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Ausstellung von Schablonengraffiti:So ein wunderschönes Geschmiere!

Auch nach langem Hinsehen kann man es kaum glauben: Diese Meisterwerke wurden durch eine Schablone gesprüht! Eine spektakuläre Ausstellung in Düsseldorf zeigt fotorealistische Cyberpunks, knallbunte Tiger und monumentale Porträts. Eine Streetart-Fotoreihe - garantiert ohne Banksy.

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Auch nach langem Hinsehen kann man es kaum glauben: Diese Meisterwerke wurden durch eine Schablone gesprüht! Eine spektakuläre Ausstellung in Düsseldorf zeigt fotorealistische Cyberpunks, knallbunte Tiger und monumentale Porträts. Eine Streetart-Fotoreihe - garantiert ohne Banksy.

Der Niederländer Fake ist 30, und er sprüht schon die Hälfte seines Lebens durch die Schablone. Seine indische Elefantengöttin Ganesha stattet er nicht mit Symbolen des Hinduismus aus, sondern mit dem Handwerkszeug der Straßenkünstler.

Text und Bildauswahl: Carsten Janke

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Aus Barcelona kommt das Künstlerduo BTOY. Ihre Schablonen-Graffitis auf Leinwänden wurden schon rund um die Welt in Ausstellungen gezeigt. Der  rauen Charme ihrer Bilder wird auch durch die schmutzigen Hintergründe hervorgerufen, auf die BTOY historische Porträtfotos legen.

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Das Ganze wird übrigens mittels mehrlagiger Schablonen gemacht. Jede Farbe muss mit einer eigenen Schablone aufgetragen werden - auf diesem Bild waren das zehn verschiedene Lagen.

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Besonders beeindruckend sind solche mehrlagigen Schablonen, wenn sie auf der Straße gesprüht werden - illegal und meist im Dunkeln. Einer, der dabei keinen Aufwand scheut, ist der Düsseldorfer Sprühkünstler L.E.T. - das steht für L´Enfant Terrible, ein "Außenseiter" also.

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L.E.T. übt in seinen Bildern oft Sozialkritik. Hier thematisiert er die Armut in der Glitzermetropole New York.

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Von den vielen Berliner Streetart-Künstlern der Nullerjahre sind wenige noch aktiv. Czarnobyl ist einer von ihnen. Seine Sujets sind, so steht es auf seiner Internetseite, "Maschinen, futuristisches Gerät, Rorschachtests und psychodiagnostische Cyberpunks", alles in atemberaubend komplizierten Schablonen.

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In Verbindung mit anderen Materialien ergeben sich interessante Hybride zwischen Malerei und Collage. Pisa73 aus Berlin zeigt, wie fotorealistisch man mit Schablonen arbeiten kann (zu sehen auch auf seinem Blog).

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C215 ist ein Schablonensprüher aus Paris. Seine Porträts ziselieren zwischen Jugendstil und Postmoderne (zum Beispiel hier im Streetfiles-Archiv). Gräben ziehen sich durch die meisten Gesichter und geben ihnen etwas Monumentales. Eine Leidenschaft für Marokko ist auch nicht zu übersehen.

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Alle gezeigten Künstler sind (ab dem 14. Oktober 2011) in der Ausstellung "Stencils Only" in Düsseldorf zu sehen, in der Galerie "Pretty Portal". Sie läuft bis zum 11. November.

© sueddeutsche.de/caja/gr
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