AusstellungVielfalt auf Rosa

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Bastian Maria Meindl, Fabian Ketisch und Regina Schmeken (von links) im Max 33.
Bastian Maria Meindl, Fabian Ketisch und Regina Schmeken (von links) im Max 33.
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Das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt jungen Künstlern in der Pop-up-Galerie Max 33, wie man sich vermarktet

Von Evelyn Vogel

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Warum schweinchenrosa? Warum eigentlich nicht? Denn ein Ausstellungsraum muss ja nicht immer weiß sein, zumal das "Max 33" auch kein klassischer White-Cube ist, sondern eine Pop-up-Galerie. "Rosa fällt auf jeden Fall mehr auf", sagt Peter Hansen, einer der Initiatoren und Kuratoren. Und so leuchtet der Hauptraum des Max 33 an der Münchner Nobelmeile nun in eben dieser Farbe. Erstaunlicherweise können sich die Arbeiten der Kunststudenten und Akademieabsolventen darin bestens behaupten.

Denn ums Behaupten - und zwar auf dem Kunstmarkt - geht es bei der Initiative. Hinter der stehen das städtische Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ein paar Menschen, die sich um die junge Kunstszene Münchens bemühen. An Bord geholt hat man sich einige solvente Sponsoren, was sich bei der Vernissage vorzugsweise am Outfit ablesen ließ, sich aber wohl noch bei der kommenden Auktion in den Geboten niederschlagen dürfte. Deren Erlöse gehen zur Hälfte an die Manuel Neuer Stiftung für Kinder, die andere Hälfte bekommen die Künstler. Als Gäste wurden Regina Schmeken und Constantin Hartenstein eingeladen, die ebenfalls mit Arbeiten in der Schau vertreten sind.

Zwischennutzungsprojekte gibt es alle Nase lang im teuren München. Naturgemäß ploppen sie von heute auf morgen auf und verschwinden oft genau so schnell wieder. Eine kleine Ausnahme war das "easy!upstream". Dessen Macher hatten immerhin für ein ganzes Jahr in der Türkenstraße ein schönes Domizil gefunden, das sie rege in unterschiedlichen Besetzungen bespielten. Im Sommer war's dann allerdings vorbei. Von Freitag an werden sie für eine Woche eine kleine Zwischennutzung in der Tiefgarage des Großbauprojekts Schwabinger Tor erhalten. Sie beweisen, dass junge Kunstakademieabsolventen durchaus nicht nur im Wolkenkuckucksheim leben, sondern die Marktmechanismen durchaus kreativ zu nutzen wissen.

Die angehenden Künstler dahin bringen, das wollen auch die Verantwortlichen des Max 33. Deshalb hat man auch nicht einfach nur eine Ausstellungsmöglichkeit geschaffen. Man hat sich auch gemeinsame Vermarktungsstrategien überlegt. So werden nun auch von den Künstlern gestaltete T-Shirts und Filztaschen angeboten, die zwar nicht den einzelnen Künstler, aber das Max 33 als Marke besser sichtbar machen. Sofort hat der eine oder andere die Nase gerümpft. Denn noch immer berufen sich viele auf die hehre Kunst und würden das ganze Drumherum gerne anderen überlassen. Doch nicht jeder hat das Glück, von mehr marktorientierten Kollegen mitgezogen zu werden oder gleich eine Galerie zu finden. Die Akademie versucht selbst auch, ihre Absolventen auf das "Leben danach" vorzubereiten. Unterstützung von außen kann aber ganz sicher nicht schaden. Das Max 33 ist eine davon.

Max 33 , Maximilianstr. 33, bis 30. Okt., Di-Sa 14-19 Uhr. Mittwoch, 12. Okt., 19.30 Uhr: Künstlergespräch; Montag, 24. Okt., 19 Uhr: Benefiz-Auktion zugunsten der Manuel Neuer Kids Foundation, tägl. Programm unter: www.max-33.de

Coral North , easy!upstream am Schwabinger Tor, Tiefgarage, Leopoldstraße 182-184, Eröffnung: 14. Okt., 19 Uhr, bis 19. Okt., tägl. 11-20 Uhr

© SZ vom 12.10.2016 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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