Zu sehen ist das Bild in der Ausstellung "The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989" im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Eine Schau, deren Ausgangspunkt eine simple und zugleich hochkomplexe Frage ist: Auf welche Weise prägt Globalisierung die Kunst? Vorangestellt ist ein Theorieteil des Kunstwissenschaftlers Hans Belting, in dem die vielschichtigen Entwicklungen des internationalen Kunstmarktes und Ausstellungswesens sowie ihre geographische Ausbreitung seit der Wende dokumentiert werden: das explosionsartige Expandieren von Messen, Biennalen und Museen an Orten, die vorher bloß Wüste oder Slums waren. Wer hätte sich vor 25 Jahren einen Louvre in Abu Dhabi vorstellen können, eine Kunstmesse in Johannesburg oder eine Biennale in Kerala? Wer hätte auf eine dynamische Kunstszene in Shanghai gewettet oder einen boomenden Markt für zeitgenössische Kunst aus Afrika, Indonesien oder Australien?

Bild: Pieter Hugo, Nollywood. Escort Kama. Enugu, Nigeria. 2008 C-print, 110 x 110 cm, gerahmt

Bild: Pieter Hugo, Stevenson, Kapstadt/Johannesburg und Yossi Milo, New York 25. Oktober 2011, 15:112011-10-25 15:11:11 © SZ vom 25.10.2011/anbo