"Spot on . . . Bamako" dokumentiert also auch, wie Afrikas Fotografie-Szene sich nunmehr international etabliert hat. Auch das International Center of Photography in New York zeigte 2006 eine viel beachtete Ausstellung mit über 280 Werken. Dennoch kämpfen Fotografen in Afrika noch immer mit schwierigen Produktionsbedingungen: oft mangelt es an Fotomaterial, Akkus für Digitalgeräte, einem stabilen Stromnetz, aber auch an Anerkennung der Fotografie als eigenständiger Kunstform.

Die vor zwei Jahren in Bamako gegründete "Maison africaine de la photografie" ist bis heute auf der Suche nach einem Sitz. Seit 20 Jahren bildet ein Bildungszentrum zwölf Nachwuchsfotografen pro Jahr aus. Dessen Direktor Youssouf Sogodogo hofft, dass eines Tages die Abzüge seiner Schüler für die Biennale nicht mehr in Europa, sondern in Mali hergestellt werden.

"Spot on . . .Bamako. VII. Rencontres Africaines de la Photographie." ifa-Galerie Berlin, Linienstraße 139/140, Tel. 030-22679616. Bis 11. Januar 2009. Ab 30. Januar: ifa-Galerie Stuttgart, Charlottenplatz 17, Tel.0711-2225173.

22. Dezember 2008, 11:012008-12-22 11:01:00 ©