Die Fotobiennale in Bamako, die 2007 zum siebten Mal stattfand, hat sich inzwischen zum renommiertesten fotografischen, gar kulturellen Festival Afrikas entwickelt. Akindbode Akinbiyi, einer der Kuratoren der letzten Rencontres von Bamako, wählte nun für die ifa-Galerie in Berlin elf Künstler aus, deren Werke dokumentieren sollen, dass die afrikanische Bilderwelt weitaus mehr zu bieten hat als Exotik, Hungersnöte, Bürgerkriege und Epidemien.

Akinbiyi konzipierte die Schau "Spot on . . . Bamako", um den Reichtum der jungen afrikanischen Fotografie in Deutschland zu präsentieren und um gegen die Vermarktung Afrikas als "verrotteter Kontinent, der Hilfe von außen braucht" anzugehen. Und die Schau zeigt wahrlich ein in Europa weitgehend unbekanntes, modernes Afrikabild.

So porträtiert die 1977 in Südafrika geborene Nontsikelelo "Lolo" Veleko junge, modisch gekleidete Großstädter, die selbstbewusst vor der Kamera posieren. Fast scheint es, als wenn sie herausfordernd vorführen wollen, dass unsere Bilderwelt von Afrika hoffnungslos veraltet ist und das Alltagsleben sich kaum von dem in Europa unterscheidet.

22. Dezember 2008, 11:012008-12-22 11:01:00 ©