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Ausstellung:Lebenswerk

Der Palais Populaire in Berlin zeigt bis August "Christo und Jeanne-Claude: Projects 1963 - 2020". Zu sehen sind gut 70 Exponate, überwiegend aus der Sammlung Jochheim.

Was war das doch für eine zähe Diskussion: Dürfen Christo und Jeanne-Claude den Reichstag verhüllen oder nicht? Nach einem schier endlosen Genehmigungsprozess verschwand das Gebäude 1995 für wenige Wochen hinter Planen. 25 Jahre ist das her, und deshalb zeigt das Palais Populaire in Berlin bis 17. August die Ausstellung "Christo and Jeanne-Claude: Projects 1963 - 2020".

Der Eintritt ist aufgrund des überraschenden Todes von Christo frei. Ein Großteil der Exponate stammt aus der Sammlung von Ingrid und Thomas Jochheim. Das Ehepaar besitzt von jedem realisierten Projekt mindestens eine Originalarbeit. "Das fand ich interessant", sagt Kurator Friedhelm Hütte, Leiter der Kunstsammlung der Deutschen Bank, der die Schau in Gesprächen mit den Sammlern entwickelt und sie weitgehend chronologisch in 20 Kapitel gegliedert hat.

Jedem realisierten Projekt ist ein Abschnitt gewidmet, eines aber auch all den Vorhaben, die Christo und Jeanne-Claude nie in die Tat umsetzen konnten - etwa die Verhüllung des Kölner Doms. Gewürdigt wird zudem die Arbeit des Fotografen Wolfgang Volz, der die Projekte seit Jahrzehnten begleitet. Zur Ausstellung ist beim Kerber-Verlag ein Katalog erschienen. Weitere Infos unter www.db-palaispopulaire.de

© SZ vom 05.06.2020 / sz

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