Ausstellung in Paris Schönheit als optische Täuschung

Das "Musée du Quai Branly" zeigt zum ersten Mal seine Bildersammlung aus der Zeit des Kolonialismus. Darunter Werke von Paul Gaugin, Émile Bernard und Henri Matisse.

Von Joseph Hanimann

Der Fall ist eher selten. Ein Museum stellt mit viel Wenn und Aber, ja beinah verschämt seine Sammlung vor. Das Auge ist entzückt vom Reiz dieser Bilder, doch muss man sie mit Zurückhaltung und kritischer Distanz betrachten, schreibt der Vorsitzende des Pariser Musée du Quai Branly, Stéphane Martin, im Begleittext zur Ausstellung "Peintures des lointains" (Malerei aus der Ferne).

Schon die wechselnden Namen des Museums, dem die rund 500 Werke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gehören, sind aufschlussreich. ...