Ausstellung "Heimat?" in RegensburgWo Löffel blau schimmern

Ob es das alte Besteck aus der Kindheit ist oder fremde Landstriche, die einem plötzlich vertraut vorkommen: Zuhause kann viel mehr sein als bloß ein Ort. Das Kunstforum Regensburg ergründet den vielschichtigen Begriff "Heimat" in Bildern aus Osteuropa.

Wer für Wärme und Behaglichkeit offen ist, findet diese sogar an eigentlich unwirtlich erscheinenden Orten - etwa in einem der uniformen Sechzigerjahre-Wohnblocks in Frankfurt am Main. Dort, in der Bankenmetropole, wuchs der Fotograf Joachim Hildebrand auf. Ausgerechnet mit der monotonen Wohnsiedlung, die auf seinem Schulweg lag, assoziiert er jenen Ort tiefen Vertrauens, der gemeinhin als "Heimat" beschrieben wird.

Für die Ausstellung "Heimat? Osteuropa in der zeitgenössischen Fotografie" im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg, an der sich 13 Künstler beteiligen, hat Hildebrand eine Serie von Aufnahmen dieser Kolonie beigesteuert. Statt Trostlosigkeit sollen sie ihre Schönheit zeigen.

Bild: Joachim Hildebrand, Neue Heimat (1723), 2011, Kat. 36 27. Juni 2014, 09:092014-06-27 09:09:37 © SZ.de/ihe/leja