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Ausstellung:Der Tastsinn der Fragen

Pina Bausch wurde mit ihrer Erneuerung des Tanztheaters zu einer maßgeblichen Figur in der internationalen Szene. Eine erste große Ausstellung widmet sich dem gigantischen Kosmos ihrer Arbeit.

Von Eva-Elisabeth Fischer

Das kann ja nicht so schwer sein: Lächelnd in einer Schlangenlinie durch den Raum schreiten und dabei irgendetwas mit den Armen machen. "Finger senkrecht stellen. Nicht mit dem rechten Arm über den linken schwingen! Arme gerade vor den Körper, Fäuste nach innen und zittern!" Die Bewegungen müssen exakt sein und sich zu einem exakt getimten, fließenden Bewegungsablauf fügen. Leicht ist das nicht. Jo Ann Endicott, schlank, 66 Jahre alt, kam 1973 als eine der ersten Tänzerinnen, damals ein graziöser Pummel, zu Pina Bausch. Jetzt übt sie mit einer Gruppe von Museumsbesucherinnen und -besuchern einen Hand- und Armtanz aus Bauschs Tanztheaterstück "Nelken". Am Ende einer halben Stunde und der wackeligen Probe aufs Exempel lässt sich anhand eines Filmausschnitts von der Originalbesetzung aus dem Jahr 1982 überprüfen, wie die Polonaise eigentlich aussehen sollte.

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