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Archäologen in Florenz:Mona Lisas Knochen

Es ist das wohl berühmteste Gemälde der Welt: Die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci. Doch wen zeigt das Bild? Die anerkannteste Theorie benennt Lisa del Giocondo, die Ehefrau eines reichen Seidenhändlers aus Florenz, als Modell. Jetzt wollen Archäologen ihre Gebeine gefunden haben.

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Es ist das wohl berühmteste Gemälde der Welt: Die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci. Doch wen zeigt das Bild? Die anerkannteste Theorie benennt Lisa del Giocondo, die Ehefrau eines reichen Seidenhändlers aus Florenz, als Modell. Jetzt wollen Archäologen ihre Gebeine gefunden haben.

Es hängt im Louvre in Paris, und fast jeder, der es sieht, wundert sich, dass es doch viel kleiner ist als erwartet. Trotzdem ist die "Mona Lisa" Leonardo da Vincis wohl das berühmteste Gemälde der Welt. Wissenschaftler sind sich aber uneins darüber, wen das Bild zeigt. Viele gehen davon aus, dass Leonardo Lisa del Giocondo, die Gattin eines reichen florentinischen Seidenhändlers, gemalt hat, aber auch an dieser Theorie bleiben bislang Zweifel.

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Sollte sie stimmen, können Kunstkenner jetzt auf neue Erkenntnisse hoffen. Im Kloster Sant'Orsola in Florenz haben Archäologen ein Skelett gefunden, von dem sie glauben, dass es sich um die sterblichen Überreste der Kaufmannsgattin handelt.

Researchers resume works at the base of an altar found in the for

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Nach dem Tod ihres Mannes, Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo, zog sich Lisa - geboren als Lisa Gherardini - in das Kloster zurück, wo sie um das Jahr 1551 starb. Anhand alter Pläne suchten die Archäologen nach einer Gruft, in der sie die Gebeine der Lisa del Giocondo vermuteten.

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Um diese freizulegen, musste zuerst dicker Beton entfernt werden, der verlegt worden war, um das verlassene Kloster in eine Armeekaserne umzuwandeln. Darunter entdeckten die Wissenschaftler eine Schicht alter Steinplatten, jede von ihnen fast einen Meter breit.

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Eineinhalb Meter unter dem ursprünglichen Boden des Klosters folgte bereits vergangenes Jahr die Entdeckung: Ein weiblicher Schädelknochen, sowie einige verstreute Rippenknochen. Doch für weitere Grabungen und Forschungen ging der Gruppe das Geld aus. Erst im Juni dieses Jahres konnten sie ihre Arbeit fortsetzen - und bereits jetzt neue Ergebnisse vorweisen.

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Bei diesem Skelett soll es sich um die sterblichen Überreste der Mona Lisa, der Lisa del Giocondo, handeln. Um das aber einwandfrei zu beweisen, muss die DNA des Schädels sowie der Rumpfknochen mit den Gebeinen von Lisas Kindern verglichen werden. Deren Grabstätte ist bekannt.

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Erst dann soll anhand forensischer Untersuchungen des Schädels das Gesicht der Frau mit dem mysteriösen Lächeln reproduziert werden - und mit Leonardo da Vincis berühmtem Gemälde verglichen werden (li.). Auch das Gemälde eines Lehrlings Leonardos, das nach bisherigen Erkenntnissen zeitgleich im Atelier des Malers entstand und erst Anfang dieses Jahres von Restauratoren des Prado in Madrid unter einer Übermalung entdeckt wurde, dürfte bei der Untersuchung des Schädels eine Rolle spielen (re.: die "Mona Lisa des Prado").

Professor Silvano Vincenti, Leiter der Ausgrabung, ist schon länger auf der Suche nach Hinweisen auf die Identität der Mona Lisa. Bereits 2011 untersuchte er deshalb das Gemälde selbst auf versteckte Hinweise und behauptete, darauf winzig kleine, mysteriöse Buchstaben und Ziffern entdeckt zu haben, die auf das geheimnisvolle Modell hinweisen. Von der Rekonstruktion des Gesichts anhand Lisa del Giocondos Totenschädel erhofft sich Vincenti jetzt einen endgültigen Beweis.

© Süddeutsche.de/mahu/ihe/holz

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