Vier Francis-Bacon-Selbstportraits - ein nie gezeigtes Triptychon von 1980 und ein 1975 entstandenes Einzelbild - sind die Trümpfe der Londoner Zeitgenossenauktion bei Sotheby's am 1. Juli. Beide Werke sind mit zehn bis fünfzehn Millionen Pfund geschätzt. Die höchste Taxe, bis 35 Millionen Pfund, gilt indes einem der sich an Velazquez entzündenden Papstbilder, "Study for a Pope I" von 1961. Zu den Attraktionen zählt zudem eine Sammlung von Andy Warhols Dollar-Bildern, darunter das herausragende erste Bild der Serie, "One Dollar Bill (Silver Certificate)", 1962 in Kasein-Technik auf Leinen gemalt (13-18 Millionen).
Mit Bacon tritt auch die Konkurrenz an. Christie's bietet das Gemälde "Two Men Working in a Field" (7-10 Millionen Pfund). Etwas höher liegt Bacons Doppelportrait seiner Freunde, "Study for Head of Isabel Rawsthorne and George Dyer" von 1967 (bis 12 Millionen). Ansonsten bietet Christie's etliche Werke deutscher Künstler: von Gerhard Richters Landschaftsmotiv "Bäume im Feld" (4-6 Millionen) bis zu Arbeiten von Polke und Kippenberger.
Gut mithalten kann der kleinere Konkurrent Phillips mit seiner Auktion am 29. Juni. Bruce Neumanns "Hanging Heads #I" von 1989, am Draht baumelnde Lebendabformungen zweier Köpfe aus Wachs, ist mit 1,5 Millionen Pfund ausgezeichnet. Die zwölf bronzenen "Zodiac Heads" von Ai Weiwei, die erst vor einem Jahr angeboten wurden, kommen für 2,5 Millionen Pfund erneut unter den Hammer.
