„Zeitungen zu lesen“, notiert Astrid Lindgren am 9. Februar 1940 in ihrem Tagebuch, „ist eine deprimierende Beschäftigung“. Während des Zweiten Weltkriegs war ihre Karriere als Schriftstellerin noch Jahre entfernt. Lindgren, damals in ihren Dreißigern, lebte als Hausfrau und Mutter zweier Kinder mit ihrem Mann in Stockholm. Ihr erstes großes Lebensdrama hatte sie schon hinter sich. Mit 18 war sie von einem gut 30 Jahre älteren Mann schwanger geworden, dem Chefredakteur der Lokalzeitung Vimmerby Tidning, bei der sie ein Volontariat machte. Sie musste allein nach Kopenhagen, wo es eine der wenigen Kliniken gab, die jungen, unverheirateten Frauen bei der Entbindung halfen. 1926 kam ihr Sohn Lars, genannt Lasse zur Welt. Kurz darauf lernte sie Sture Lindgren kennen. Die beiden heirateten und sie legte ihren Geburtsnamen Ericsson ab. 1934 kam die gemeinsame Tochter Karin zur Welt. Über jene Zeit in Lindgrens Jugend und jungen Erwachsenenjahren gab es 2018 bereits den hervorragenden Spielfilm „Astrid“.
Kino„Schade, dass niemand Hitler erschießt“
Lesezeit: 4 Min.

Astrid Lindgren führte während des Zweiten Weltkriegs akribisch Tagebuch. Der Film „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ zeigt, warum sie ohne die Nazis vermutlich nie „Pippi Langstrumpf“ erfunden hätte.
Von David Steinitz

Kino:Die will doch nur spielen
Sydney Sweeneys Fans feiern ihre freizügigen Auftritte, andere finden sie sexistisch. So oder so: Die Schauspielerin hat sich ein Image aufgebaut, mit dem sie das Internet zum Glühen bringt – und das perfekt zu ihrer Rolle im fiesen Thriller „The Housemaid“ passt.
Lesen Sie mehr zum Thema