OperDiese Frau kann nichts aufhalten

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Asmik Grigorian als „Norma“ ist wunderbar böse, flehend, liebend auch immer noch.
Asmik Grigorian als „Norma“ ist wunderbar böse, flehend, liebend auch immer noch. (Foto: Monika Rittershaus)

Asmik Grigorian singt die Titelpartie in Bellinis „Norma“ am Theater an der Wien. Vergrippt, aber phänomenal.

Von Egbert Tholl

Es ist gar nicht einmal die weltberühmte „Casta Diva“-Arie, mit der Asmik Grigorian an diesem Abend am stärksten betört. Obwohl ihr das Gebet der Priesterin an die Mondgöttin, ein Gebet um Frieden, als ein Meisterwerk schwebender Schönheit gelingt, grandios in Innigkeit und einer stimmlichen Eleganz, die tatsächlich etwas Überirdisches hat. Nein, das Faszinierendste an diesem Premierenabend im Theater an der Wien ist Grigorians abermals stupende Fähigkeit, eine Opernfigur, und sei sie in einem noch so eskapistischen Kontext erfunden, einem ganz nah kommen zu lassen. Man folgt ihrer Norma in jede kleinste Verästelung des weitwuchernden emotionalen Geflechts, das Grigorian hier ausbreitet. Das ist mitreißend, aufregend, umwerfend.

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