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Art Spiegelman:Als ich 12 war, waren Superhelden mein Methadon

Ein Cover aus den goldenen Zeiten - der allererste Aufritt von Captain America kam im Jahr 1941 an den Kiosk.

(Foto: Joe Simon & Jack Kirby, Timely/Atlas Comics, ©2019 MARVEL)

Art Spiegelmann ist weltberühmter Comic-Autor. Er kennt sich aus in der Geschichte des Marvel-Universum und erklärt, warum Katastrophen wie Hiroshima und Auschwitz in Comic-Welten mehr Sinn ergeben als in der realen Welt und warum alles in Comics politisch ist.

Sein Holocaust-Comic "Maus" machte Art Spiegelman weltberühmt. Der Superhelden-Verlag Marvel bat den vielfach ausgezeichneten Comic-Künstler um ein Vorwort zu einem Jubiläumsband. Doch ein Satz Spiegelmans, in dem dieser Donald Trump mit dem Superschurken Red Skull vergleicht, störte den Verlag so sehr, dass er Spiegelman aufforderte, den Satz zu streichen: Man versuche "unpolitisch" zu bleiben. In seinem Essay, den wir hier abdrucken, erinnert Spiegelman an die jüdischen Zeichner des Goldenen Zeitalters des Comics und daran, dass auch im Marvel-Universum von Anfang an alles politisch war.

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