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Arnold Schwarzenegger dreht neuen Film:The Good, the Bad, the Old

Der Gouvernator will es noch einmal wissen: Arnold Schwarzenegger dreht mit 64 Jahren einen neuen Film. Nach dem Ende seiner Polit-Karriere gibt er den Sheriff in einem Western - und vertraut dabei ausgerechnet auf die Hilfe eines Erfolgsregisseurs aus Fernost.

Zum ersten Mal seit seinem Ausflug in die Politik steht "Terminator"-Star Arnold Schwarzenegger wieder für eine Hauptrolle vor der Kamera: Der Schauspieler, der bis Januar Gouverneur von Kalifornien war, begann Anfang der Woche mit den Dreharbeiten für den Western The Last Stand, wie die Produktionsfirma Lionsgate mitteilte.

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"I'll be back" gehört zu seinen bekanntesten Dialogzeilen: Nun macht Arnold Schwarzenegger ernst - und dreht einen Western.

(Foto: Getty Images)

Die größte Überraschung ist dabei nicht einmal seine Besetzung, denn seine Comeback-Pläne hatte Schwarzenegger bereits nach Ende seiner Amtszeit als kalifornischer Gouverneur im Januar bekanntgegeben. Für das uramerikanische Genre des Westerns wurde doch tatsächlich ein koreanischer Regisseur eingespannt.

Mit Kim Jee Woon besetzt allerdings ein Erfolgsregisseur mit ausgewiesener Expertise diese Position. Mit The Good, the Bad, the Weird hat er bereits einen verrückten Western in Korea gedreht, der sich actionreich und ironisch bei den Klassikern von Sergio Leone bediente. Der Mann sorgte mit seiner Filmographie stets für Kontroversen und Erfolge: Sein jüngster koreanischer Film, I saw the Devil, ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen psychopathischen Killern, war so brutal, dass selbst die laxe koreanische Altersfreigabe harsche Schnitte einforderte.

Für Schwarzenegger, der in seinen besten Zeiten stets Testosteron-Kino für ein männliches Publikum machte, dürfte dies der richtige Regisseur sein, der wiederholt neue Akzente im Actionkino gesetzt hat. Allerdings muss Kim Jee Woon das Problem lösen, wie man einen Politiker im Fast-Rentenalter - Schwarzenegger ist 64 - noch als Actionhelden inszenieren kann. Das Westerngenre bietet etwa mit John Wayne und Clint Eastwood große Vorbilder, allerdings ist Schwarzenegger, dessen österreichische Sprachfärbung auch in der Politik nie ganz verschwand, kein Vertreter der schauspielerischen Nuance. Es dürfte also auch darum gehen, ironisch mit seinem eigenen Filmerbe zu spielen.

Schwarzenegger spielt in The Last Stand nun einen Sheriff, der einem Drogenhändler auf den Fersen ist. Die Dreharbeiten finden den Angaben zufolge in den US-Bundesstaaten Nevada und New Mexico statt. Neben dem gebürtigen Österreicher stehen auch Kollegen wie Forest Whitaker (als Idi Amin in The Last King of Scotland) und Johnny Knoxville ( Jackass) vor der Kamera.

Schwarzeneggers Rolle ist knorriges Material: Er ist ein ehemaliger Polizist mit zweifelhafter Vergangenheit, der Sheriff in einer kleinen Wüstenstadt nahe der mexikanischen Grenze wird. Sein Auftrag ist es, einen Drogenboss zu fassen, der vom FBI gesucht wird und auf dem Weg nach Mexiko ist.

Der gebürtige Österreicher Schwarzenegger hatte auch während seiner Zeit als Gouverneur kleinere Filmrollen übernommen, nun steht er jedoch erstmals seit Terminator 3 wieder mit einer tragenden Rolle vor der Kamera.

Nach dem Ende seiner Amtszeit hatte der Ex-Bodybuilder vor allem mit der Trennung von seiner Frau Maria Shriver für Schlagzeilen gesorgt. Schwarzenegger hatte im Mai eingeräumt, mit der früheren Haushälterin der Familie ein gemeinsames Kind zu haben. Shriver reichte daraufhin die Scheidung ein. Im Juli erlitt der 13-jährige Sohn Schwarzeneggers und Shrivers einen schweren Surfunfall, von dem er sich aber erholte.

Auf der Leinwand dürfte das Leben nun wieder geradliniger verlaufen. Der Terminator ist wieder zurück mit klar verteilten Rollen: Es gibt Gute, Schlechte und einen Alten.

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