Gesellschaft:Wo bleibt die Kapitalismuskritik?

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Als es noch aufwärts "für alle" gehen sollte: Familie im Garten ihres Hauses in einer Neubausiedlung, Nordweststadt Frankfurt am Main, 1965. (Foto: J.H. Darchinger/darchinger.com/Friedrich Ebert-Stiftung)

In den aktuellen Debatten der Großstadtmilieus kommen arme Menschen kaum vor. Das hat System. Und es wird sich rächen.

Von Christian Baron

"Wer Links und Rechts nicht unterscheiden kann, der kann was erleben, hört euch das mal an!" Vor mehr als vierzig Jahren sang Rolf Zuckowski einen Song mit dem unscheinbaren Titel Links und Rechts. Den Kleinsten sollte er eine Orientierungshilfe sein, wenn ihnen die Unterscheidung schwerfiel: "Wer Links und Rechts nicht unterscheiden kann / für den fang ich noch mal von vorne an." Heute beschreiben die kinderfreundlichen Verse ganz gut das politische Debattenklima, etwa die diffuse Lage seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

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