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ARD, ZDF, Deutschlandradio:Lasst uns nicht allein 

Hannah Arendt wird im September 1964 von Günter Gaus interviewt. Die Sendereihe hieß Zur Person und lief über die Jahre in wechselnden öffentlich-rechtlichen Programmen.

(Foto: Still: SWR/RBB/ZDF)

Zur Abschaffung von Literatur-Rezensionen im WDR und unserer mal wieder auf die Probe gestellten Liebe zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Von Holger Gertz

Vergangenen Herbst ist der "Tatort" 50 Jahre alt geworden, aus diesem Anlass durfte das Publikum elf Lieblingsepisoden auswählen. In der ARD hatten sie eine Vorauswahl getroffen und gleich mal alles weggelassen, was vor 1999 produziert worden war. Also kein Schimanski. Nicht das Experimentalstück "Tote Taube in der Beethovenstraße" von Samuel Fuller. Nicht "Frau Bu lacht" von Dominik Graf. Gezeigt wurden unter anderem je zwei Abenteuer aus Münster und Weimar. Was sich halt gut weggucken lässt. Mit Blick auf die Quote: sichere Nummer. Mit Blick auf das, was der "Tatort" bedeutet, war diese Auswahl lächerlich.

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