Architektur:Was mit Kunst oder Medien

Lesezeit: 5 min

Das "Kreativquartier" ist das aktuelle Heilsversprechen im deutschen Städtebau. Aber wie berechnet man das Unberechenbare? Und was sagen Künstlerinnen und Künstler dazu, wenn ihre Existenz zum Standortfaktor wird?

Von Till Briegleb

Wer in Essen City-Nord neugierig beobachtend auf der Straße rumsteht, Fotos von Street Art macht oder sich sonst wie nicht konform zu den vorbeiströmenden Massen auf dem Weg ins nächste Einkaufszentrum verhält, dem kann es passieren, dass ihn ein kleiner Mann mit grauem Schnauzbart anspricht. Mit großer Freude zeigt er dem Fremdling Büroimmobilien der Nachkriegszeit, in denen jetzt Künstlerateliers und Ausstellungsräume eingezogen sind, allerdings auch eine Salafistengemeinde. Dieser engagierte Revier-Vergil kennt den Künstler, der gerade in einer Seitenstraße ein Steinmosaik an eine Fliesenwand anbringt, genauso wie den öffentlichkeitsscheuen Digital-Unternehmer Reinhard Wiesemann, der im Zentrum der armen Fußgängerzone ein buntes "Generationenkult-Haus" mit Workspaces, Trödelmarkt und Wohnungen für fröhliche Rentner und Studenten entwickelt hat.

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