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Architektur:Nach dem Briefmarken-Konzept

Darf man in Saudi-Arabien bauen? Gerber verteidigt Projekte wie das Schmetterlingshaus mit Willy Brandts Ostpolitik: „Wandel durch Annäherung“.

(Foto: Gerber Architekten)

Das Baukunstarchiv Nordrhein-Westfalen zeigt das vielfältige Werk des Architekten Eckhard Gerber.

Ein allgemeingültiges Leitbild für die Stadtentwicklung werde es nicht mehr geben, hat Eckhard Gerber vor einigen Jahren gesagt. Unabhängig von den Dimensionen müsse "jeder städtebauliche Ansatz eine tragende Idee verfolgen, die vorliegenden Bedingungen aufgreifen und zu einer ebenso funktionalen wie faszinierenden Raumstruktur fügen". Die Absage an eine Allgemeingültigkeit planerischer oder ästhetischer Normen klingt nach postmodernem Architekturstandard. Aber die Maßgabe, das Vorgefundene in die Planung mit aufzunehmen, die Umgebung zum Teil des eigenen Projektes zu machen, steht hingegen nicht unbedingt ganz oben auf der Prioritätenliste jedes international tätigen Architekten. Im Gegenteil: "Markenarchitektur" lebt ja von ihrem Wiedererkennungswert und importiert ihre Formensprache oft entsprechend unmodifiziert in jeden Zusammenhang.

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