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Architektur:Gestapelt, nicht gerührt

Brno Brünn Ausstellung Paneland 2017/2018

Für sein Folk Architecture Monument errichtete Tomáš Džadoň 2013 drei originale Bauernscheunen auf einem Plattenbau im slowakischen Košice.

(Foto: Viktor Petro)

Von den Siebzigern an betrieb die Tschechoslowakei eine große Plattenbau-Offensive. Die verschiedenen Auswirkungen untersucht eine Schau in Brünn.

Von Viktoria Großmann

Von oben sieht die Wohnung aus wie eine Puppenstube. Der Platz ist gut genutzt, alles passt auf den Zentimeter. Tischdecken und Bettdecken sind sauber gerade gezogen. Ein aufgeräumtes, übersichtliches sozialistisches Leben. "Kaninchenställe" nannte der Großbürger und ehemalige tschechische Präsident Václav Havel die Plattenbauwohnungen. "Arbeiterschließfach" sagte man in der DDR dazu. Doch anders als in den neuen Bundesländern werden die Plattenbauten in der ehemaligen Tschechoslowakei nicht abgerissen. Auch nicht verkleinert. Ein Drittel der Tschechen und sogar 44 Prozent der Prager leben in diesen Wohnungen. Viele sind nach der Wende Privateigentum geworden.

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